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Newsletter s'Waldblättle Nr. 4/2025

Herbstahorn

Überraschend. INFORMATIV. 

Herbstahorn
© Forstamt Göppingen
 
 
Herbstklopfen
Wenn die bunten Blätter anfangen unsere Wege zu schmücken,
die Natur uns zeigt, dass es Wunder gibt,
eine Tasse Tee und eine Umarmung
plötzlich ganz anders wärmen
und der Regen das Zuhause noch gemütlicher macht.
(Estragil Schönast)
 
Liebe Leserinnen und Leser,

Estragil Schönast hat den Herbst in seinem Gedicht sehr schön beschrieben. Jetzt ist die Zeit, die Farbenpracht und Ruhe im Wald zu genießen.
Aber es ist trotzdem was los rund um den Wald. Lesen Sie selbst:
 
Inhalte:
  • Termine
  • Aktuelle Fördersätze bei Pflanzungen 
  • Brennholz-Vorbestellungen
  • Schlater Waldabenteuer
  • Hochwasserschutz durch Bachverbau
  • Besondere Bäume im Landkreis Göppingen
  • Z-Baum, Forsteinrichtung, Totholz - Forstliche Begriffe kurz erklärt:
    P wie Pionierbaumart
  • Wertholz-Submission 2026
  • Neues von der Holzverkaufsstelle
 

Termine

Waldkalender Waldkalender
© S. Stephan
 
  • 17.10.2025   Fortbildung für den Privatwald im Forstrevier Donzdorf
  • 22.11.2025   Vor-Adventszauber im Wald

Zu den Veranstaltungen

 

Aktuelle Fördersätze bei Pflanzungen

Drei Geldmünzstapel mit Pflänzchen (Quelle: Pixabay, nattanan 23)

Geldmünzstapel mit Pflänzchen als Symbol für Förderung
© Pixabay / nattanan 23

Herbstpflanzung 2025

Die Herbstpflanzungs-Saison steht vor der Tür!

Auch in diesem Jahr können Waldbesitzer wieder Förderanträge für Pflanzungen ab einer Mindestgröße von 1.000 m² Pflanzfläche stellen.

Aktuell wird die Pflanzung mit folgenden Pauschalen gefördert:

Bei Wiederbewaldung nach regulärem Holzeinschlag

  • Mischwald: 1,70 €/Pflanze
  • Laubwald: 1,80 €/Pflanze
  • Biologisch abbaubare Wuchshüllen: 3,00 €/Wuchshülle

Bei Wiederbewaldung nach Sturm oder Borkenkäfer

  • Pflanzen: 2,20 €/Pflanze
  • Biologisch abbaubare Wuchshüllen: 3,40 €/Wuchshülle

Bitte beachten Sie, dass Förderanträge für Pflanzungen immer vor Lieferung der Pflanzen genehmigt sein müssen!!

Digitale Antragstellung
Ab sofort können Förderanträge auch per E-Mail eingereicht werden. Die Möglichkeit Anträge auf dem Postweg beim Forstamt einzureichen besteht weiterhin.
Wir empfehlen die digitale Antragstellung per Mail an b.haag@lkgp.de

Bei Fragen können sich Waldbesitzende entweder direkt an Ihren zuständigen Revierleiter oder an Frau Haag (b.haag@lkgp.de oder unter 07161 202 2436) vom Forstamt Göppingen wenden.Nachhaltige Waldwirtschaft (NWW) - Infodienst - FörderungNachhaltige Waldwirtschaft (NWW) - Infodienst - FörderungNachhaltige Waldwirtschaft (NWW) - Infodienst - FörderungNachhaltige Waldwirtschaft (NWW) - Infodienst - Förderung

 

Brennholz-Vorbestellungen

Kaminfeuer; pixabay - chimney

Kaminfeuer
© Pixabay / chimney

Die Möglichkeit der Brennholz-Vorbestellung für alle Brennholz-Interessenten besteht seit 1. September 2025. Bestellt werden kann bequem über die Holzverkaufsstellen-Internetseite. Das Bestell- Formular ist bis 31. Oktober 2025 verfügbar.

Vorteil der Vorbestellung ist, dass das Brennholz möglichst wohnortsnah und wunschgemäß bereitgestellt wird.

 

Schlater Waldabenteuer

Kinder und Forstteams des Schlater Waldabenteuers

Kinder des Schlater Waldabenteuers mit Forstpersonal 
© K. Struppek /  ForstBW

Waldpädagogik in den Ferien - Lernen mit Spaß

Am letzten Freitag der Sommerferien war es endlich so weit. 70 Kinder im Grundschulalter trafen sich im Schlater Wald und wurden von den Teams Forstamt Göppingen und ForstBW in Empfang genommen. Die Kinder durchliefen einen Waldabenteuer-Parcour mit sechs Stationen. Entsprechend wurden die Kinder in Gruppen aufgeteilt und machten sich auf den 2 km langen Waldweg.

Es gab die Stationen "Photosynthese-Staffel". Hier lernten die Kinder spielerisch und anschaulich, wie ein Baum das Wasser von der Wurzel bis in die Baumkrone transportiert und durch biochemische Prozesse für Menschen dabei Sauerstoff produziert. Dann wurden die "Baumarten des Waldes" herausgefunden und ihre Merkmale erklärt. An der nächsten Station lernten die Kinder dann "Baumscheiben sägen und bearbeiten" und hatten danach ein selbst kreiertes Namensschild aus Holz um den Hals hängen. Weiter ging es zum "Pirschpfad". Tiere entdecken und ihre Eigenheiten kennenlernen war das Ziel. Nebenbei wurde ein echter Feuersalamander gefunden. Und dann der "Vertrauensgang". Mit verbundenen Augen an einem Seil entlang durch den Wald. Danach wurde der Weg nochmal durchlaufen um Gegenstände zu finden, für die Holz verwendet wird und zu überlegen: was ist bei mir zuhause aus Holz? An der letzten Station war "Wanderstock schnitzen" angesagt. Wichtig: Beim Schnitzen muss man sitzen! Und auf jeden Fall Handschuhe tragen.

Nach diesem Programm waren alle hungrig. Ab zur Grillstelle ging es dann. Hier warteten schon die Schlater Landfrauen mit ihrem Stockbrotteig. Forstamtsmitarbeiter stellten Grillstöcke bereit. Geduldig holten sich die Kinder ihren Teig und grillten ihn an Feuerstellen. Gemeinsam wurde gevespert.

Nach und nach fanden sich Eltern und Großeltern ein, um die Kinder abzuholen. Davor gab es aber noch für jeden Teilnehmer eine Urkunde und einen Rucksack mit kleinen Geschenken. Noch schnell freundlich für die Drohne in die Luft schauen und schon war das Erinnerungsfoto fertig.
Ein sehr schöner Vormittag war viel zu schnell zu Ende.
Die Forstteams freuen sich schon auf ein Wiedersehen in 2026!
 
Station 6: Wanderstock Schnitzen
© S. Aminger / Forstamt Göppingen

Kinder beim Wanderstock Schnitzen

 

Hochwasserschutz durch Bachverbau

fertiger Bachverbau

Fertiger Bachverbau
© S.Zoller / Forstamt Göppingen

Im unteren Ries, Revier Bad Boll, schützt der neue Bachverbau vor Dolen-Verstopfung

Im unteren Ries wurde in den letzten Wochen ein wichtiger Schritt für den Hochwasserschutz und den Erhalt unseres Naturraums umgesetzt: Die Waldarbeiter der Gemeinde Bad Boll, Martin Schöllkopf und Alexander Kretzmar haben unter der Leitung von Revierleiter Simon Zoller und der Unterstützung von Firma Abele aus Rechberghausen, einen Bachverbau aus Baumstämmen aus dem Gemeindewald und Erdmaterial errichtet.

Hintergrund war ein Ereignis im vergangenen Sommer: Nach starken Regenfällen wurde sehr viel Dreck und Astmaterial in den Bach gespült. Dadurch kam es zur Verstopfung der Dole, durch die der untere Riesbach fließt. Das Wasser konnte nicht mehr richtig ablaufen und die Gefahr bestand, dass die Wassermassen das Freibad und die Wohnsiedlung beschädigt hätten.

Die neue Verbauung bremst nun die Strömung des Wassers gezielt ab. Zwei Bachrechen sorgen zusätzlich dafür, dass grobes Material gar nicht erst in die Dole gelangt. So wird die Gefahr einer Verstopfung deutlich verringert.
 
Start des  Bachverbaus mit Pfosten
© S.Zoller / Forstamt Göppingen

Start des Bachverbaus mit Pfosten

 

Besondere Bäume im Landkreis Göppingen

Solitärer Bergahorn im Revier Geislingen

Solitärer Bergahorn
© G.Schön / Forstamt Göppingen 

Solitärer Bergahorn im Revier Geislingen

Revierleiter Gottfried Schön hat einen stattlichen Bergahorn als Soltiärbaum in seinen Revier Geislingen, den er Ihnen nicht vorenthalten möchte.

Der Bergahorn ist über 120 Jahre alt und hat einen Umfang von 4,20 Metern. Zwei Erwachsene können dieses Naturdenkmal nicht vollständig umarmen. Das schöne Exemplar steht am Rand des viel besuchten Parkplatzes Himmelreich im Geislinger Ortsteil Weiler. Von hier aus kann man schöne Wanderungen unternehmen.

 

Z-Baum, Forsteinrichtung, Totholz - Forstliche Begriffe kurz erklärt

Sturmfläche mit Pionierbäumen

Sturmfläche mit Pionierbäumen
© Forstamt Göppingen

P wie Pionierbaumart

Entsteht beispielsweise durch Sturm eine Freifläche im Wald, wachsen auf diesen Flächen ganz charakteristische Baumarten. Forstleute sprechen hierbei von Pionierbaumarten. Diese Baumarten sind meist sehr schnellwachsend und zeichnen sich durch einen hohen Lichtbedarf aus. Im Gegenzug haben sie geringe Ansprüche an die Bodenfruchtbarkeit und kommen auch mit herausfordernden Bedingungen zurecht. Die Bäume „erobern“ sich die Freifläche zurück und werden deshalb als Pionierbaumarten bezeichnet. Klassisch hierfür sind Weiden, Birken, Erlen, Kiefern und Lärchen.

 

Wertholz-Submission 2026

Submissionsplatz Unterberken

Submissionsplatz Unterberken
© Forstamt Göppingen

Vorab-Info zur Wertholz-Submission 2026

Sind Sie Waldbesitzer und möchten die Vermarktung von Wertholz über die Göppinger Wertholzsubmission planen? Dann sollten sich bereits jetzt an Ihren zuständigen Revierleiter wenden. Eine frühzeitige Absprache ist hilfreich für alle Beteiligten.

Bei Wertholz, das erst im neuen Jahr 2026 angekündigt wird, kann eine rechtzeitige Anfuhr eventuell nicht mehr möglich sein. Die Holzverkaufsstelle behält sich deswegen eine Ablehnung des Holzes vor.

Gerne steht Ihnen die Holzverkaufsstelle Göppingen für alle weitere Fragen zur Verfügung. 

Wir empfehlen: besprechen Sie jeden Holzeinschlag im Vorfeld mit Ihrem zuständigen Revierleiter!

Holzverkaufsstelle

 

Neues aus der Holzverkaufsstelle

Buchenstammholz im Herbstwald, Bildquelle: J. Meier

Buchenstammholz im Herbstwald
© J.Meier / Forstamt Göppingen

Durchatmen für Waldbesitzer - Anspannung bei den Sägern
Der Sommer zeigte sich in diesem Jahr im Hinblick auf das Geschehen im Wald von seiner Glanzseite. Die Borkenkäferentwicklung lag deutlich unterhalb der angenommenen Prognose. Durchatmen also für alle, die insbesondere Nadelholz ihr Eigen nennen dürfen!

So wohltuend die sommerliche Erholungsphase für Wald und Waldbesitzer auch gewesen sein mag: für Nadelholzsäger brechen herausfordernde Zeiten an. So konnte die Nachfrage nach Käfer- und Frischholz, wenn überhaupt, nur ansatzweise gedeckt werden – aktuelle Einschlagsaktivitäten reichen gerade so aus, um eine volle Auslastung der Sägelinien gewährleisten zu können.

Es ist mit guten Vertragsabschlüssen zu rechnen. Die Holzverkaufsstelle Göppingen rät Waldbesitzern die aktuell umsetzbaren und sehr guten Preise für Nadelholz mitzunehmen!
Für eine Preisgarantie und Mitnahme der hohen Nadelholzpreise empfiehlt die Holzverkaufsstelle ausdrücklich die Kontaktaufnahme mit dem zuständigen Revierleiter.

Stehen bei Ihnen Laubholzbestände, insbesondere mit Eschenstammholz, zur Durchforstung an? Dann wenden Sie sich bitte an Ihren zuständigen Revierleiter. Die Aufarbeitung in vorgeschädigten Eschenbeständen erfordert hohe Fachexpertise und sollte nur professionell durchgeführt werden.

 

 

Impressum

Herausgeber:

Landratsamt Göppingen
Forstamt
Friedrichstraße 36
73033 Göppingen

Tel. +49 7161 202-2401
Fax +49 7161 202-2490
E-Mail: forstamt@lkgp.de
www.landkreis-goeppingen.de/wald

Der Landkreis Göppingen ist eine Körperschaft des Öffentlichen Rechts. Vertretungsberechtigt: Landrat Markus Möller

Umsatzsteuer-Identifikationsnummer gemäß § 27 a UStG: DE145469354

Inhaltlich verantwortlich:

Thomas Maier

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