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Newsletter s'Waldblättle Nr. 3 / 2025

Albtrauf von oben; Quelle: Dehnert

Überraschend. INFORMATIV. 

Der Albtrauf aus Drohnensicht
Quelle: Dehnert
 
Liebe Leserinnen und Leser,
informieren Sie sich hier über Themen rund um den Wald. Es gibt wieder Wichtiges und Informatives. Viel Spaß beim Lesen!

Inhalte:
  • Termine
  • Neue Mitarbeiterin stellt sich vor: Berit Haag
  • Borkenkäfersituation im Landkreis
  • Seltene Waldfalter im Landkreis
  • Besondere Bäume im Landkreis: Wiesensteig
  • Z-Baum, Forsteinrichtung, Totholz - Forstliche Begriffe kurz erklärt
    N wie Naturverjüngung
  • Gefahr Waldbrand
  • Neues aus der Holzverkaufsstelle
 

Termine

Titelbild Waldkalender 2025

Bildquelle: Sandra Stephan

Der Göppinger Waldkalender bietet abwechslungsreiche Angebote und lädt Jung und Alt ein, den Wald in all seinen Facetten zu erleben.
Für Waldbesitzerinnen und Waldbesitzer werden zusätzlich gezielte Fortbildungen angeboten. 

29.08.2025   Waldspaziergang mit Förster Schön

05.09.2025   Der Hutewald Nordalb

12.09.2025   Wildobst entdecken - unser heimisches Superfood

12.09.2025   Waldabenteuer Schlater Wald - für Kinder der Klassen 1-4

19.09.2025   Kunst im Wald - ein kreativer Nachmittag

24.09.2025   Waldspaziergang mit Förster Mangold

11.10.2025   Privatwald-Tag im Revier Böhmenkirch !!!

Details und weitere Termine

 

Neue Mitarbeiterin stellt sich vor: Berit Haag

Berit Haag

Bildquelle: B. Haag

Mein Name ist Berit Haag und seit dem 1. Juni bin ich neu im Forstamt. Zu meinen Hauptaufgaben gehört die Betreuung des Privatwaldes im Landkreis Göppingen. In meiner Funktion als zentrale Ansprechpartnerin für Waldbesitzer unterstütze ich gerne bei ihren individuellen Anliegen. Darüber hinaus bin ich zuständig für die forstliche Förderung und verantwortlich für verschiedene hoheitliche Angelegenheiten rund um den Wald. Bei Bedarf unterstütze ich außerdem unsere Revierleiter in ihren Forstrevieren bei der täglichen Arbeit.

Vor meinem Einstieg im Forstamt Göppingen habe ich 1,5 Jahre meine Traineezeit im Forstamt Heidenheim absolviert. Als gebürtige Bad Bollerin freue ich mich sehr, nun wieder im Landkreis Göppingen tätig sein zu dürfen.

Ich bin gespannt auf die vielfältigen Aufgaben, die sowohl im Innen- als auch im Außendienst auf mich warten, und freue mich auf die Zusammenarbeit im Team.

 

Borkenkäfersituation im Landkreis

Borkenkäfer beim Einbohren in Baumrinde

Borkenkäfer beim Einbohren in Baumrinde
Quelle: Forstamt Göppingen

Sommerferien? - nicht im Wald

Wie jedes Jahr im Sommer blicken die Waldbesitzer gespannt auf die Lage im Wald. Wie wird sich die Witterung und damit der Borkenkäfer in den nächsten Wochen und Monaten entwickeln, wie viel Schadholz fällt an? Der Käfer macht – so viel ist sicher – auch in diesem Jahr keinen Urlaub! Waldbesitzer sind daher angehalten, mit regelmäßigen Kontrollgängen Ausschau nach Käferbefall zu halten. Je früher der Befall festgestellt und die Gefahr beseitigt wird, umso besser.

Grundsätzlich stellt sich die aktuelle Lage derzeit noch relativ ruhig dar, bei Temperaturen weit oberhalb von 30°C gilt es jedoch, weiterhin Vorsicht walten zu lassen.

Alle wichtigen Informationen finden Sie im Borkenkäfer-Newsletter der Forstlichen Versuchs- und Forschungsanstalt FVA.

Borkenkäfer-Newsletter der  Forstlichen Versuchs- und Forschungsanstalt Baden-Württemberg

 

Seltene Waldfalter im Landkreis

Zwei seltene Schmetterlinge: Kleiner Schillerfalter und Kleiner Eisvogel

links: Kleiner Schillerfalter, rechts: Kleiner Eisvogel
Quelle: Julia Zdravkovic

Im Göppinger Stadtwald wurden der kleine Eisvogel (Limenitis camilla) und der Schillerfalter (Apatura iris) entdeckt. 

Sie schweben von Blume zu Blume und saugen deren Nektar durch ihre Rüssel. Damit bestäuben sie die Pflanzen und die Pflanzen können sich so vermehren. Außerdem sind Schmetterlinge ebenso wie Raupen, Käfer und andere Insekten Nahrung für unsere heimischen Vögel und andere Tiere.

Weitere Infos zu Schmetterlingen vom NABU 

 

Besondere Bäume im Landkreis Göppingen

Drei Douglasien

Douglasien im Gewann "Brunnen"
Bildquelle: Forstamt Göppingen, S. Friz

Douglasien im Revier Wiesensteig

Zu dritt stehen sie in Wiesensteig am südwestlichen Zipfel des Landkreises, auf über 750 Metern Höhe. Doch die Höhe scheint ihnen nicht zu schaden – alle drei Douglasien haben einen Brusthöhendurchmesser von weit über einem Meter. Mit einer Höhe von circa 50 Metern überragen sie alle anderen Bäume des Brunnenwaldes.

Aber wie kommen die Douglasien überhaupt nach Wiesensteig? Heimisch sind sie nämlich nicht, sie kommen ursprünglich aus Nordamerika. Von dort importierte die königlich württembergische Forstverwaltung 1865 die ersten Samen des Baumes, um die enorme Wuchsleistung des Baumes unter den hiesigen Verhältnissen zu testen. Und die Douglasie bewährte sich. So kam die Douglasie um die Jahrhundertwende auch nach Wiesensteig in den Brunnenwald. Hier befand sich eine Pflanzschule, wie es sie früher in jedem größeren Wald gab. Am Rande dieser Pflanzschule wurden die drei damals noch exotischen Bäume gepflanzt.

Die drei Douglasien erlebten 2 Weltkriege, viele Regierungen und viele Förster. Nach und nach wurde aus der exotischen Baumart Douglasie eine beliebte Alternative zur Fichte. Und so sind die drei Douglasien heute die höchsten und dicksten Vertreter ihrer Art in Wiesensteig – aber längst nicht mehr die einzigen.

 

Z-Baum, Forsteinrichtung, Totholz - Forstliche Begriffe kurz erklärt

Kleine Fichten wachsen nach

Naturverjüngung von Fichten
Bildquelle: Forstamt Göppingen

N wie Naturverjüngung

Wenn Bäume Samen abwerfen und die nächste Waldgeneration heranwächst, sprechen Forstleute von der natürlichen Verjüngung oder Naturverjüngung. Försterinnen und Förster freuen sich, wenn der Wald sich natürlich verjüngt und nennen dies auch: "Die Verjüngung läuft auf.“

Werden kleine Bäume gepflanzt, wird von der künstlichen Verjüngung gesprochen.

 

Gefahr Waldbrand

Grillstelle Mordloch
Grillstelle Mordloch
Bildquelle: Forstamt Göppingen
 
In trochkenen und heißen Sommermonaten steigt die Waldbrandgefahr.
Folgende Verhaltensregeln sind im Wald zu beachten:
  • Vom 1. März bis 31. Oktober gilt im Wald ein grundsätzliches Rauchverbot.
  • Feuer machen ist ganzjährig nur an den offiziellen, fest eingerichteten Feuerstellen auf den Grillplätzen erlaubt. Je nach örtlicher Situation können die Ortspolizeibehörden sowie die jeweiligen Forstbehörden weitere Maßnahmen anordnen und insbesondere das Grillen im Wald vollständig verbieten. Diese Sperrungen sind unbedingt zu beachten. Nicht gestattet ist das Grillen im Wald auf mitgebrachten Grillgeräten.
  • Offenes Feuer außerhalb des Waldes muss grundsätzlich mindestens 100 Meter vom Waldrand entfernt sein. Auch an den erlaubten Stellen muss das Feuer immer beaufsichtigt und vor dem Verlassen unbedingt vollständig gelöscht werden.

Pressemitteilung zur Waldbrandgefahr des Landes Baden-Württemberg

 

Neues aus der Holzverkaufsstelle

Frisches Fichten-Käferholz bei Wäschenbeuren, im Hintergrund der Hohenstaufen

Frisches Fichten-Käferholz bei Wäschenbeuren, im Hintergrund der Hohenstaufen
Bildquelle: Forstamt Göppingen, J. Meier

Aktuelle Lage der Sägewerke
Die aktuelle Lage im Nadelholzsegment ist zufriedenstellend. Beim Fichtenrohholz stiegen die Preise aufgrund der Nachfrage sogar weiter an.

Momentan bewegen sich die Preise zwischen 105-110 € / fm, vereinzelt sogar mehr. Das sind für die Sommerzeit sehr gute Erträge. Es ist aber mit einem mittleren Schadholzaufkommen in den nächsten Wochen zu rechnen. Ein gewisser Preisverfall ab August kann also nicht ausgeschlossen werden.

Die Holzverkaufsstelle Göppingen hält ausreichend Vertragsquoten in den kommenden Monaten bereit, damit Waldbesitzer ihr Schadholz schnell und zuverlässig verkaufen können.

Nadelholz-Kilben sollten in einer Länge von 4,10 m ausgehalten werden, um einen Verkauf mit dem Hauptsortiment und damit eine schnelle Abfuhr gewährleisten zu können. Die Aushaltung von (Kleinmengen-) Nadelindustrieholz wird nicht empfohlen!

Gerne unterstützt Sie die Göppinger Holzverkaufsstelle bei der richtigen Aushaltung und Vermarktung Ihres Käfer- und Nadelholzes. Melden Sie sich bitte immer im Vorfeld bei Ihrem zuständigen Revierleiter.

Infos zur Brennholz-Vorbestellung
Auch wenn wir Sommer haben: Herbst und auch Winter kommen meist schneller als gedacht. Daher weisen wir in dieser Ausgabe bereits auf die Möglichkeit der Brennholz-Vorbestellung ab 1. September 2025 hin. Bestellt werden kann bequem über die Homepage der Holzverkaufsstelle, das entsprechende Formular ist ab dem 01.09.2025  zwei Monate lang verfügbar.

Der Verkauf erfolgt solange Vorrat reicht.

Vorab-Info zur Wertholz-Submission 2026
Waldbesitzer, die im Verlauf der nächsten Saison die Vermarktung von Wertholz über die Göppinger Wertholzsubmission planen, sollten sich bereits frühzeitig an Ihren zuständigen Revierleiter wenden. Die Erfahrung der letzten Jahre hat gezeigt, dass eine frühzeitige Absprache hilfreich für alle Beteiligten ist.

Die Holzverkaufsstelle behält sich vor, Wertholz, welches erst im neuen Jahr 2026 angekündigt wird, abzulehnen, da aufgrund der beschränkten Fuhrkapazitäten unter Umständen keine rechtzeitige Anfuhr mehr möglich ist.

Gerne steht Ihnen die Holzverkaufsstelle Göppingen für alle weitere Fragen zur Verfügung. Um eine gute Vermarktbarkeit zu gewährleisten, empfehlen wir, jeden Einschlag im Vorfeld mit Ihrem zuständigen Revierleiter abzusprechen.

 

 

Impressum

Herausgeber:

Landratsamt Göppingen
Forstamt
Friedrichstraße 36
73033 Göppingen

Tel. +49 7161 202-2401
Fax +49 7161 202-2490
E-Mail: forstamt@lkgp.de
www.landkreis-goeppingen.de/wald

Der Landkreis Göppingen ist eine Körperschaft des Öffentlichen Rechts. Vertretungsberechtigt: Landrat Edgar Wolff.

Umsatzsteuer-Identifikationsnummer gemäß § 27 a UStG: DE145469354

Inhaltlich verantwortlich:

Diana Tröger

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